zurück

12. Ried-Open 2017
FM Thomas Höfelsauer siegt beim 12. Ried-Open

Bereits zum 12. Mal war die im südhessischen Ried gelegene Gemeinde Einhausen Austragungsort des traditionellen Ried-Opens. Das geräumige Bürgerhaus, die engagierten Helferteams und größtenteils ideales Schachwetter trugen ihren Teil zu einem rundum gelungenen Turnier bei. 

Ohne ausgewiesenen Favoriten – dafür aber mit einer breiten Spitze – gingen 146 Schachspieler vom 28.04. - 01.05.2017 auf die Jagd nach den zahlreichen Haupt-, Rating- und Sonderpreisen. Den Farbtupfer des Turniers lieferte  die aus der Mongolei stammende und z. Zt. in Ungarn lebende und spielende WGM Davaademberel Nomin-Erdene, die im Endklassement den 7. Platz belegte. Die an der Spitze der Setzliste stehenden FM Thomas Höfelsauer (SK München Südost e.V.) und IM Marco Thinius (SV Empor Berlin e.V.) ließen während der 7. Runden keinen Zweifel daran aufgekommen, dass sie die beiden obersten Plätze auf dem Podest für sich beanspruchten. Mit ihrem ruhigen und souveränen Schach zogen sie ihre Runden und liefen am Ende nur durch die Buchholzwertung getrennt im Ziel ein. Diese sprach am Ende für FM Thomas Höfelsauer, der sich damit den 1. Preis sichern konnte. Mit ihnen mithalten konnte nur der noch titellose Jugendliche Julius Muckle (SK 1912 Ludwigshafen), der ebenfalls auf 6 Punkte kam und sich damit den letzten freien Platz auf dem Podest sicherte. 

Aus Bergsträßer Sicht schaffte FM Horst Degenhardt (SC 1970 Lorsch) als 10. der Gesamtwertung und Sieger der Seniorenwertung die beste Platzierung. Der Sonderpreis Bezirk Bergstraße U25 ging an Phil Thomsen (Sges Bensheim 1931).

(Michael Gehlhar, SK Einhausen)

Gesamtturnier 2017 (Rangliste)


11. Ried-Open 2016
IM Jonathan Carlstedt gewinnt 11. Ried-Open

Bereits zum 11. Mal strömten Schachspieler aus allen Himmelsrichtungen ins südhessische Einhausen um den Kampf um den Preisfonds inkl. der zahlreichen Ratingpreise aufzunehmen.  Ohne ausgewiesenen Elo-Favoriten, aber mit einer breiten Spitze, die von IM Carlstedt (Hamburger SK von 1830 e.V., ELO 2459)  über GM Schmittdiel (SC Hansa Dortmund, ELO 2441) und FM Noe (SC Eppingen, ELO 2425) bis zu Dr. Vladimir Podat  (SK 1879 HD-Handschuhsheim, ELO 2296) reichte, ging das Feld in die 1. Runde. Diese ging aus Sicht der Favoriten mit dem erwarteten Ergebnis zu Ende. Jedoch bereits in der folgenden Runde musste FM Christopher Noe als Nr. 3 der Setzliste einen Rückschlag hinnehmen, als er gegen den für den SK Gernsheim spielenden Kevin Mao (ELO 2000) über ein Remis nicht hinauskam. Auch die zum Favoritenkreis für das Podest zählenden IM Rene Dausch und FM Thorsten Schmitz ließen in den folgenden Runden gegen nominell schwächere Gegner Federn und büßten somit schon relativ früh ihre Chancen auf den Turniersieg ein.  Nach der 4. Runde konnten sich nur IM Carlstedt, GM Schmittdiel und Dr. Podat über eine weiße Weste freuen.

In der 5. Runde kam es zum Aufeinandertreffen der Nr. 1 und 2 der Setzliste, welches nach spannendem Kampf mit einem gerechten Remis endete. Das nutzte Dr. Podat um mit einem Sieg über den für den SK Schwäbisch-Hall spielenden Brait Lelumees (ELO 2126) die alleinige Tabellenführung zu übernehmen.  Über diese konnte er sich allerdings nicht lange freuen, da er in der 6. Runde gegen GM Schmittdiel verlor, der damit in der Tabelle wieder an ihm vorbeizog. Auch IM Carlstedt mit seinem Sieg gegen den Bezwinger von FM Thorsten Schmitz, den für den SK Ladenburg am Brett sitzenden Erich Müller (ELO 2118), machte mit seinem attraktiven und kompromisslosen Spiel einmal mehr deutlich, dass der Turniersieg nur über ihn gehen sollte. Nach einem schnellen Remis zwischen GM Schmittdiel und FM Noe war der Weg für ihn dann auch frei. Mit einem Sieg über den A-Jugendlichen Julis Muckle (ELO 2163), der ein großartiges Turnier spielte, sicherte er sich mit 6,5/7 den alleinigen Turniersieg.

Aber auch im Mittelfeld des Feldes gab es viele spannende und interessante Partien, von denen einige die im DC-Kader des DSB stehenden Ruben Gideon Köllner und Alexander Krastzev spielten, die auf den Plätzen 21 und 33 ins Ziel kamen und damit deutlich über den Erwartungen lagen. In dieser Reihenfolge holten sie sich auch die Preise für die U14-Wertung.

Aus Sicht des Bezirks Bergstraße konnte vor allem Jens Bellingrath (SC Lorsch,  ELO 2070) mit Platz 24 im Gesamtfeld und Platz 2 der Seniorenwertung überzeugen. Bester U25-Jugendlicher des Bezirks Bergstraße wurde Phil Thomsen (SG Bensheim) vor Yannik Keller (SK 1947 Einhausen) aufgrund besserer Feinwertung. 

Schlussendlich waren alle Beteiligten zufrieden mit dem Turnier: die Spieler über spannende Partien und eine angenehme familiäre Turnieratmosphäre, der Schiedsrichter über für ihn ereignislose Turniertage und die Turnierleitung über ein reibungslos abgelaufenes Turnier.

(Michael Gehlhar, SK Einhausen)

Gesamtturnier 2016 (Rangliste)
Bericht (inkl. Fotos und Notationen)


10. Ried-Open 2015
IM Hagen Poetsch siegt beim 10. Ried-Open

Eine immer größere Akzeptanz in der Schachwelt genießt das "Ried-Open" in Einhausen. Das von den drei Vereinen SK Einhausen, SV Biblis und SC Lorsch organisierte, viertägige Turnier lockte bei seiner zehnten Auflage 150 Denksportler ins Bürgerhaus, das damit an die Grenze der Aufnahmekapazität kam. Die guten Bedingungen und die Atmosphäre haben sich mittlerweile weit herumgesprochen.

Das Turnier war damit aber nicht nur quantitativ, sondern auch unter anderem mit einem "Großmeister" (GM), drei "Internationale Meister" (IM) und drei "Fide-Meister" (FM) qualitativ stark besetzt. Gewonnen hat das Turnier nach sieben Runden allerdings nicht der Favorit, GM Svetushkin von der SK Handschuhsheim, der sich mit 5,5 Punkten und Rang vier begnügen musste, sondern IM Hagen Poetsch von den Schachfreunden Schöneck, der dem Großmeister die einzige Niederlage beibrachte und selbst bei einem Remis nur einen halben Punkt abgab.

Platz zwei ging an IM Vadim Chernov (SK Ladenburg) und Dritter wurde Ferenc Langheinrich (SV Empor Erfurt). Bester Teilnehmer der drei ausrichtenden Vereine war Jan Schoppmeyer vom SV Biblis mit vier Zählern auf Platz 50. Ralph Reinhardt (SC Lorsch) landete mit der gleichen Punktzahl auf Rang 55 und Benedikt Gremm wurde 76. (3,5).

Ein Sonderpreis für den besten Schachspieler unter 25 Jahren aus dem Bezirk Bergstraße ging an Phil Thomsen von der SG 31 Bensheim (64./4 Punkte). Die weiteren Sonderpreise erhielten in der U 14 Nikita Chetunis, in der U 18 Lev Yankelevich von der SG Trier, bei den Senioren Waldemar Höhler vom SK Sandhausen und bei den Damen Annelen Carew (SF Heidenheim).

Die Ratingpreise gingen unter anderem an Hermann Koenen (Freibauer Mörlenbach/Birkenau) bis DWZ 1800 und Frank Rosenberger (SK Gernsheim) bis DWZ 2000.

Über zwei Ehrenpreise durften sich noch Jens Bellingrath (SC Lorsch) und Wolfgang Biesiada (SG 31 Bensheim) freuen, die als einzige an allen Ried-Open-Turnierauflagen teilgenommen haben.

(Ernst Lotz, Bergsträßer Anzeiger)

Gesamtturnier 2015 (Rangliste)


9. Ried-Open 2014
GM's Misa Pap und Spyridon Skembris Co-Sieger beim 9. Ried-Open


Zum bereits 9. Mal pilgerten viele Schachenthusiasten in das im 3-Länder-Eck Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg gelegene Einhausen und verwandelten es in das hessische Schach-Mekka. Unter ihnen die GM's Misa Pap (SF Korbach) und Spyridon Skembris (SK Freiburg Zähringen 1887 e.V.) die als Elo-Favoriten den Kampf um den auch in diesem Jahr wieder gut gefüllten Preisfonds aufnehmen sollten. Die größten Chancen, dem Duo an der Spitze den Platz ganz oben auf dem Siegerpodest streitig zu machen, wurden IM Vadim Chernov (SK Ladenburg) und dem noch titellosen, für den Bundesligisten SG Trier an den Brettern sitzenden, Lev Yankelevich eingeräumt.

Bereits nach Abschluss der 1. Runde zeigte sich dass auch die Spieler aus dem Mittelfeld gutes Schach spielen, denn die an Nr. 7 bzw. Nr. 9 gesetzten WIM Mara Jelica und Christoph Michalek mussten sich mit einer Punkteteilung gegen nominell deutlich schwächere Gegner zufriedengeben; während der an Nr. 10 gesetzte Patrick Chandler sogar mit einem leeren Punktekonto in die 2. Runde gehen musste. In der 3. Runde erhielten die Siegchancen von Lev Yankelevic einen kleinen Dämpfer da er gegen Lorenz Busch (Sc Herxheim, Elo 2088) nicht über ein Remis hinaus kam. Lorenz Busch legte mit diesem Remis den Grundstein für den am Ende hervorragenden 6. Platz im Gesamtklassement.

Das Remis von GM Spyridon Skembris gegen den stark aufspielenden Gregor Werner (SV Worms, Elo 2152) leitete dann in der 4. Runde ein furioses Finale ein, in dem nach der 6. Runde sechs Spieler punktgleich mit 5 Punkten an der Spitze lagen. Nach den Remis von IM Chernov gegen FM Menacher war der Weg frei für das topgesetzte Duo. Mit Siegen gegen Ralf Wittmann (Stuttgarter SF 1893, Elo 2184) und Bernhard Geyer (SK Ladenburg, Elo 2178) sicherten sie sich gemeinsam mit gleicher Punktzahl, gleicher Zweitwertung und gleicher Feinwertung den obersten Platz auf dem Siegerpodest. Ihnen am nächsten kam Lev Yankelevich mit gleicher Punktzahl aber schlechterer Buchholzwertung.

(Michael Gehlhar, SK Einhausen)

Gesamtturnier 2014 (Rangliste)


8. Ried-Open 2013
IM Matthias Dann gewinnt 8. Ried-Open

Trotz starker Konkurrenz im bundesweiten Turnierkalender fanden sich 120 Schachspieler im südhessischen Einhausen ein um den Kampf um den gut gefüllten Preisfonds aufzunehmen, der während des Turniers noch erhöht wurde. Wie schon in den letzten Jahren gelang es den Verantwortlichen des SC Lorsch, des SK Einhausen und des SV Biblis das Turnier in einer ruhigen und angenehmen Atmosphäre durchzuführen, die allen Beteiligten sichtlich Spaß machte.

Gab es in den letzten Jahren mit den GMs Dgebuadze und Svetushkin klare Favoriten auf den Turniersieg, machte sich in diesem Jahr eine breite Spitze auf den Sieger zu ermitteln und den größten Teil des Preisfonds mit nach Hause zu nehmen. Nach seinem 2. Platz im Jahre 2011 rechnete sich die Nr. 1 der Setzliste, IM Matthias Damm, gute Chancen aus noch einen Platz höher auf dem Podest Platz zu nehmen. Ihm nicht viel nachstehend und ebenfalls mit Ambitionen auf einen Platz ganz oben auf dem Podest ging der für den SV Hockenheim in der Schachbundesliga spielende IM Alexander Gasthofer in das Turnier. Die IMs Yuri Boidman und Viktor Gasthofer sowie die FMs Christoph Schild, René Dausch und Horst Degenhardt komplettierten die Gruppe der Titelträger.

Dass das 8. Ried-Open für die Topgesetzten kein Selbstläufer werden würde musste FM René Dausch bereits in der 1. Runde erfahren, als er gegen den für die SG Bensheim 1931 an den Start gehenden Hermann Koenen ein Remis abgeben musste. Eine Niederlage in der 5. Runde gegen den späteren Sieger der U18 und 8. der Gesamtwertung – Maximilian Ruff – beraubte den openerfahrenen FM Dausch aller Chancen auf einen Podestplatz und ließ ihn letztendlich auf einem 11. Platz einlaufen. Der spätere Sieger des 8 Ried-Opens, IM Matthias Dann, musste eine kleine Durststrecke überstehen, die mit einem Remis gegen den Lorscher Jens Bellingrath in der 3. Runde begann und mit einem weiteren Remis gegen den ebenfalls über 300 Elo-Punkte leichteren Jasmin Pitic ihren Fortgang nahm. Mit Siegen in der 5. und 6. Runde meldete er sich jedoch im Kampf um den Turniersieg zurück und konnte diesen mit einem Sieg gegen IM Yuri Boidmann sicherstellen. In dieser Partie zeigte er Nervenstärke und unbedingten Siegeswillen und lief einen halben Punkt vor den Verfolgern ins Ziel ein. Ebenfalls mit Chancen auf den Turniersieg trafen sich am 2. Brett Vater und Sohn - IM Viktor Gasthofer und IM Alexander Gasthofer. Das ausgekämpfte Remis ließ sie jedoch im Kampf um den Turniersieg als 2. bzw. 4. über die Ziellinie eilen. Der Sieger aus 2008, FM Christoph Schild, sprang mit einem Sieg in der letzten Runde noch auf den letzten freien Platz auf dem Podest.

Die ersten Plätze in den Sonderwertungen sicherten sich Lukas Winterberg (DWZ 2200-2001), Marco Rolf (DWZ 2000-1801), Maximilian Maerz (DWZ 1800-1601), Alexander Diener (DWZ 1600-1401), Daniel Binfet (DWZ 1400-0001), IM Yuri Boidmann (Senioren), Sophia Schmalhorst (Damen), Maximilian Ruff (U18) und Denis Mager (U14). Bester Bergsträßer Teilnehmer war FM Horst Degenhardt (SC Lorsch) auf dem 10. Platz vor Jens Bellingrath (SC Lorsch) und Bernd Goeke (SG Bensheim 1931).

(Michael Gehlhar, SK Einhausen)

Gesamtturnier 2013 (Rangliste)


7. Ried-Open 2012
Großmeister Dgebuadze wird seiner Favoritenrolle gerecht
101 Teilnehmer beim „Ried-Open“ in Einhausen / Mörlenbacher Matthias Vettel ist bester Bergsträßer

Zum siebten Mal hatten die Schachvereine SK Einhausen, SV Biblis und SC Lorsch zu ihrem "Ried-Open" eingeladen, bei dem entgegen den meisten Schachturnieren keine Schnellpartien, sondern "normale" Partien mit bis zu zweieinhalb Stunden Bedenkzeit pro Spieler ausgetragen wurden. Diese Turniere gehen dann über mehrere Tage.

Das "Ried-Open" mit sieben Runden nach dem "Schweizer System" war mit 101 Teilnehmern außerordentlich gut besucht. Doch nicht nur die Quantität stimmte, auch die Qualität des Turniers ließ aufhorchen. Im Bürgerhaus in Einhausen kämpften unter anderem zwei Großmeister (GM), sechs Internationale Meister (IM) und ein Fide-Meister (FM) um über 2300 Euro Preisgelder.

GM Alexandre Dgebuadze vom SC Remagen wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewann ungeschlagen mit sechs Punkten vor den IMs Bogdan Grabarczyk (SV Griesheim), Yuri Boidman (Neuwied), Hagen Poetsch (Wiesbadener SV) und Vadim Chernov (SK Ladenburg) mit jeweils 5,5 Punkten.

Bester Spieler des Schachbezirks Bergstraße war Matthias Vettel (Freibauer Mörlenbach) mit 4,5 Punkten auf Rang 15. Gleich dahinter folgte der beste Denksportler des SC Lorsch, Jens Bellingrath, der den Seniorenpreis gewann. Ebenfalls auf 4,5 Punkte kamen Hermann Koenen (SG 31 Bensheim) auf Rang 18 und Ralph Reinhardt (SC Lorsch) auf Rang 22. Ein sehr gutes Turnier spielte Benedikt Gremm (SC Lorsch), der in seiner Ranglistenklasse DWZ bis 1400 den Ratingpreis gewann.

Die übrigen "Ratingsieger" waren Christian Strieck (SK Mannheim/DWZ 1600 bis 1401), Hermann Koenen (SG 31 Bensheim/DWZ 1800 bis 1601), Wladislaw Galkin (SC Ladja Roßdorf/DWZ 2000 bis 1801) und Bernhard Geyer (VLK Lampertheim/DWZ 2200 bis 2001). tz

(Ernst Lotz, SC 1970 Lorsch)

Gesamtturnier 2012 (Rangliste)


6. Ried-Open 2011
GM Svetushkin siegt unangefochten
Rekord: 11 Titelträger im Wettstreit um die Hauptpreise


Das Ried-Open im südhessischen Einhausen - benannt nach dem Flachland in der Oberrheinischen Tiefebene - gedeiht weiter zum traditionellen Maiturnier in der deutschen Open-Landschaft. Bei der sechsten Auflage des siebenrundigen Wettstreits am sonnigen ersten Mai-Wochenende fanden sich mit 137 Schachfreunden nur zwei Teilnehmer weniger als im vorherigen Rekordjahr ein, davon erfreulicherweise rund ein Viertel Jugendliche. Das Open fand wie gewohnt unter der Ägide der drei ausrichtenden Vereine des SC 1970 Lorsch, des SK 1947 Einhausen und des SV Biblis unter sehr guten Spielbedingungen im Einhausener Bürgerhaus statt. Dort wurde wie im Vorjahr auf zwei Etagen gespielt, der Hauptraum war vollständig mit fast 50 Holzbrettern und Digitaluhren ausgestattet und beide Spielsäle wurden je von einem Schiedsrichter betreut.

Mit einem Großmeister, drei Internationalen Meistern und sieben FIDE-Meistern war die Spitze des Feldes ordentlich besetzt und der erwartete Kampf um die fetten Stücke des Preiskuchens nicht minder spannend. Großmeister Dmitri Svetushkin, der sich in der letzten Saison für Heidelberg-Handschuhsheim in der Schachbundesliga noch mit Kalibern wie Mamedyarov und Movsesian abmühen musste, war diesmal der klare Favorit nach Elo-Zahl, gefolgt vom stärksten IM Jörg Wegerle (SG Solingen e.V.), dem Sieger von 2009. Nach Startrangliste folgten die IM Vadim Chernov (SK 1879 HD-Handschuhsheim) und Yuri Boidman (Wiesbadener SV 1885) sowie der starke FM René Dausch (SC Böblingen 1975 e.V.), der mit einer frischen IM-Norm im Gepäck vom Neckar-Open in Deizisau angereist war.

Die erste richtige Überraschung ließ nicht lange auf sich warten: In der zweiten Runde erwischte es IM Chernov gegen den vierzig Plätze tiefer eingestuften Michael Brunsch, der seinen Mehrbauern sicher ins gewonnene Endspiel transponierte. Ansonsten nahm das Turnier seinen erwarteten Verlauf, so ließen fast alle Titelträger zwar unterwegs den einen oder anderen halben Punkt liegen, die Turnierentscheidung fiel aber in den letzten beiden Runden. In der Vorschlussrunde stand die Begegnung der beiden Topgesetzten Svetushkin und Wegerle auf dem Plan, die der moldawische Olympiateilnehmer mit den schwarzen Steinen zum sechsten Sieg in sechs Partien für sich entscheiden konnte. IM Boidman verlor - ebenfalls mit Weiß - den Kampf um das "große Geld" gegen FM Matthias Dann von Schott Mainz, und Vadim Chernov, der sich nach seinem Ausrutscher in Runde 2 mit drei Siegen in Folge wieder der Spitze genähert hatte, kam über einen halben Punkt gegen einen weiteren Außenseiter nicht hinaus.

In der letzten Runde sicherte sich GM Svetushkin den ersten Platz mit einem Remis gegen Dann, der damit selbst nach Feinwertung mit 6 Punkten aus 7 Partien den zweiten Platz belegte. Im Kampf um den dritten Platz spuckte der Katernberger Außenseiter Martin Villwock dem Lorscher Lokalmatador Markus Meiser ins Süppchen und erspielte ebenfalls 6 Punkte. Auf den weiteren Plätzen folgten IM Boidman, FM Jürgen Kaufeld sowie die FM René Dausch und Bernd Laubsch mit jeweils 5,5 Punkten. IM Wegerle, mit der besten Feinwertung des Feldes ausgestattet, verspielte mit einem Remis den vierten Platz und lief schließlich als Zehnter ins Ziel ein.

Neben den sieben Hauptpreisträgern wurden außerdem Daniela Iosif-Höllenriegel von der Sges Bensheim 1931 als beste Dame geehrt, Michail Minz (SK Gau-Algesheim) wurde bester Senior. Die beiden Jugendwertungen der U18 und U14 gewannen Johannes Carow (Sfr. Heidesheim) und Jonas Lampert vom Hamburger SK von 1830. Die ersten Preisträger der DWZ-Klassen sind: Jürgen Gegenfurtner (TSV Wacker Neutraubling) (2001-2200), Thore Perske (Sfr. Heidesheim) (1801-2000), Michael Wohlfahrt (SAbt TSF Welzheim) (1601-1800), Marian Can Nothnagel (SV Schachforum Darmstadt 1994) (1401-1600) und Gerd Müller (SC 1970 Lorsch) (< 1400).

(Lutz Wind, SC 1970 Lorsch)

Gesamtturnier 2011 (Rangliste)

Abschlussbericht mit kommentierten Partien und Fotos in Rochade Juli !!!


5. Ried-Open 2010
Teilnehmerrekord des Vorjahres noch übertroffen
IM Petr Neuman mit Start-Ziel-Sieg knapp vor FM René Dausch


Das Ried-Open im südhessischen Einhausen - benannt nach dem Flachland in der Oberrheinischen Tiefebene - hat mittlerweile seinen festen Platz im deutschen Turnierkalender gefunden. Bei der fünften Auflage des siebenrundigen Opens am verregneten ersten Mai-Wochenende wurde mit 139 Teilnehmern sogar die Rekordmarke aus dem Vorjahr knapp geknackt. Nachdem man 2009 einen Zuwachs von 60 Teilnehmern verzeichnet hatte, begrüßten die drei ausrichtenden Vereine, SC 1970 Lorsch, SK 1947 Einhausen und SV Biblis, diesmal noch zwei gute Handvoll Schachfreunde mehr. Trotz des für Schüler ungünstigen ferienlosen Termins fanden sich fast 20 Jugendliche im Einhausener Bürgerhaus ein. Dort wurde wie im Vorjahr auf zwei Etagen gespielt, der Hauptraum war vollständig mit fast 50 Holzbrettern und Digitaluhren ausgestattet und beide Spielsäle wurden je von einem Schiedsrichter betreut.

Die Teilnehmerliste zeichnete sich durch eine breite Spitze aus, bis zum Startlistenplatz 18 hatte jeder Schachsportler mindestens eine Elo-Zahl von 2200. Ganz vorne drängten sich aber mit vier Internationalen Meistern und drei FIDE-Meistern die Titelträger, die sich auf dem Papier um die großen Brocken des vor Turnierbeginn angehobenen Preisfonds streiten sollten. Nach Elo-Zahl nur um 15 Punkte getrennt, waren die IM Jörg Wegerle (SG Solingen e.V.), Vadim Chernov (SK 1879 HD-Handschuhsheim) und Turnierneuling Petr Neuman (TSV Bindlach Aktionär) als Favoriten um die Spitzenplätze ausgemacht. Mit etwas Abstand folgten FM René Dausch (SC HP Böblingen1975 e.V.), IM Ali Habibi (SC Brombach e.V.) sowie die beiden hessischen FIDE-Meister Peter Szakolczai (SV Griesheim) und Horst Degenhardt, der Lorscher Lokalmatador.

Die erste Turnierhälfte verlief abwechslungsreich und nach vier Runden war abzusehen, dass es für die Favoriten keinen Maispaziergang durchs Turnier geben wird. IM Habibi verlor gar, nach einem Remis in der zweiten Runde, im dritten Durchgang gegen den Altriper Überraschungsmann Dominique Sattel und Jörg Wegerle gab das erste Remis in Runde drei ab. Chernov remisierte im vierten Durchgang, so dass vor der fünften Runde nur noch drei Spieler eine reine Weste hatten, darunter Dennis Wagner, der deutsche U12-Meister von 2009. Der frischgebackene deutsche U14-Vize-Meister aus Kassel bekam es hier mit dem Spitzenreiter Petr Neumann zu tun und hatte überraschend wenig Mühe gegen die Philidor-Verteidigung des tschechischen IM einen halben Punkt zu holen, während der Dritte im Bunde, René Dausch, gegen den hochgelosten IM Chernov verlor.

So kam es in der sechsten Runde zum Zusammenschluss an der Spitze, wobei Neuman mit Habibi-Bezwinger Sattel, der Nummer 43 der Setzliste, den verdaulichsten Happen vorgesetzt bekam und ungefährdet mit 5,5 Punkten in die letzte Runde ging. Dennis Wagner wurde von Dausch ausgebremst und Chernov und Szakoczai neutralisierten sich, so dass Neuman mit einem halben Punkt Vorsprung auf die Zielgerade einbog. Vier Spieler folgten mit 5 Punkten, darunter der Solinger IM Wegerle, der sich nach zwei frühen Remisen in der Holzklasse nach vorne durchgekämpft hatte und gegen Dausch plötzlich wieder um den Turniersieg mitspielte. Chernov hatte diesen Ehrgeiz nicht und begnügte sich mit einem Kurzremis gegen Neuman, womit dieser mit 6 Punkten aus 7 Partien in aller Ruhe seine Konkurrenten um den Turniersieg sowie seine Buchholzlieferanten beobachten konnte. Tatsächlich konnte René Dausch unerwartet mit den schwarzen Steinen gegen Wegerle gewinnen, der ein ausgeglichenes Damenendspiel überzog und an seinen Bauernschwächen zugrunde ging. Zu den beiden Führenden hätte noch FM Szakoczai aufschließen können, doch gegen Schlitzohr Habibi war an diesem Tag nichts zu holen, in einer spannenden Partie setzte sich der Brombacher IM durch und wurde mit vier Siegen in Folge Siebter. Somit gingen am Ende Neuman und Dausch mit 6 aus 7 als Cosieger hervor, wobei IM Petr Neuman die bessere Feinwertung aufwies und sich den ersten Preis sicherte. Chernov stand als Dritter noch mit auf dem Treppchen, auf den Plätzen vier und fünf folgten Alexander Hilverda und Christian Senk.

Der Lorscher FM Degenhardt hielt sich das Turnier über dezent im Hintergrund und schob sich mit einem Kurzsieg in der letzten Runde auf den geteilten dritten bzw. nach Buchholzwertung sechsten und damit letzten Geldrang. Neben den sechs Hauptpreisträgern wurde außerdem Kirstin Auburger von der TSG Mutterstadt als beste Dame geehrt, Wolfgang Weiler (SC Niederkirchen) wurde bester Senior. Die beiden Jugendwertungen der U18 und U14 gewannen Ulrich Zimmermann (SK Bebenhausen 1992) und wie schon im Vorjahr Alexander Donchenko vom SK Gießen. Die Gewinner der DWZ-Klassen sind: Alexander Hilverda (Gütersloher SV) (2001-2200), Markus Koch (SC Brett vor'm Kopp Frankfurt/Main) (1801-2000), Martin Köhnke (VfL Jesteburg) (1601-1800), Michael Beck (SV Griesheim) (1401-1600) und Hans-Jürgen Plötz (SC Bad Nauheim) (< 1400).

(Lutz Wind, SC 1970 Lorsch)

Gesamtturnier 2010 (Rangliste)


4. Ried-Open 2009
IM Wegerle und IM Habibi gemeinsam an der Spitze


Die vierte Auflage des Ried-Opens im südhessischen Einhausen konnte am sonnigen, ersten Mai-Wochenende mit einem neuen Teilnehmerhöchststand aufwarten: Mit 131 Schachfreunden begrüßten die drei ausrichtenden Vereine des SC 1970 Lorsch, SK 1947 Einhausen und SV Biblis rund 60 Teilnehmer mehr als im Vorjahr. Auf zwei Etagen im geräumigen Einhausener Bürgerhaus verteilt, war Bein- und Armfreiheit gewährleistet, der Hauptraum war vollständig mit 40 Holzbrettern und Digitaluhren ausgestattet und beide Spielsäle wurden je von einem Schiedsrichter betreut. Bemerkenswert war die hohe Damenquote mit 12 Teilnehmerinnen, und auch fast 30 Heranwachsende stritten in ihren Altersklassen um die Jugendpreise, so dass die Veranstalter kurzerhand den Preisfonds anhoben.

Mit vier Internationalen Meistern und drei FIDE-Meistern waren die Favoriten auf die ersten Plätze bald ausgemacht, nach Elo-Zahl lagen vor Turnierbeginn die IM Vadim Chernov, Jörg Wegerle und Olaf Heinzel an der Spitze, gefolgt von FM Alexander Postojew und IM Ali Habibi. Der Einlauf nach sieben Runden Schweizer System sollte sich indes anders gestalten: Elo-Favorit Chernov, der Sieger des 1. Ried-Opens 2006 und Brett 2 des frischgebackenen Bundesligaaufsteigers Heidelberg-Handschuhsheim, strauchelte bereits in der dritten Runde mit einem Remis gegen den Mannheimer Schrems (Nr. 21 der Setzliste). Seinem Mannschaftskollegen Postojew erging es nicht besser, er ließ in den Runden drei und vier ganze anderthalb Punkte liegen und konnte seine Ambitionen nach ganz oben somit vorzeitig begraben. Derweil nutzte Schachweltenbummler IM Habibi die Schwächen seiner Kontrahenten und gab seinen ersten halben Punkt gegen den Lorscher FM Degenhardt in Runde 5 ab. Habibis Turnierknackpunkt war seine Vorschlussrundenbegegnung gegen den jungen Hilverda, in einem spannenden Endspiel mit Mittelspielcharakter und verteilten Chancen drang Hilverdas Figurenopfer nicht durch, Habibi ging mit 5,5 Punkten in die letzte Runde. Dessen ungerührt zog Wegerle bis zum sechsten Durchgang seine Kreise, mit Losglück und Können bewahrte er seine blütenreine Weste, gewann in Runde 5 ein remisliches Turmendspiel und konnte das Turnier mit zwei Remisen gegen Heinzel und Habibi austrudeln lassen. Wegerle und Habibi erspielten somit 6 Punkte aus 7 Partien und es hing von Heinzels Bemühungen ab, ob der erste Preis dreigeteilt werden musste. Sein Turmendspiel gegen den Wormser Steinkohl war aber nicht zu gewinnen, mit 5,5/7 wurde Heinzel schließlich Wertungsdritter vor fünf punktgleichen Spielern, darunter die FM Degenhardt (5.) und Postojew (7.), der nach seinem schlechten Start die letzten drei Partien gewinnen konnte. Chernov konnte dagegen in den letzten drei Runden keine Partie mehr für sich entscheiden und fiel mit Platz 10 aus den einträglichen Preisrängen. Überraschungsmann des Turniers war der Mannheimer Weller, der als 41. der Setzliste mit 5,5 Punkten auf dem achten Platz ins Ziel kam. Ausschlaggebend war sein Letztrundensieg gegen den 2200er Villwock, der gegen die scharfe Göteborger Variante den Gewinn nicht fand, bevor ihm dann im Endspiel das Material ausging. Die IMs Habibi und Wegerle standen am Ende zusammen ganz oben auf dem Siegertreppchen: sie hatten nicht nur die identische Punktzahl erspielt, sondern stimmten auch in den beiden Feinwertungen bis auf die Zehntel überein.

Philipp Bohrer, Bürgermeister der 6000-Seelen-Gemeinde Einhausen, nahm schließlich höchstpersönlich die Siegerehrung vor. Neben den Hauptpreisträgern wurde außerdem Irina Donchenko vom SK Gießen als beste Dame geehrt, die badische Schachlegende Dieter Villing (SK Ladenburg) wurde bester Senior. Die beiden Jugendwertungen der U20 und U14 gewannen Armin Farmani Anosheh (SK Neuhausen) und Alexander Donchenko (SK Gießen). Die Gewinner der DWZ-Klassen sind: Alexander Häcker (SV Stuttgart-Wolfbusch) (2200-2001), Karl Weller (SK Mannheim) (2000-1801), Istvan Pek (SK Neckarhausen) (1800-1601), David Sieb (SK Großsachsen) (1600-1401) und Florian „Flow“ Dielmann (SK Laudenbach) (< 1400).

(Lutz Wind, SC 1970 Lorsch)

Gesamtturnier 2009 (Rangliste)


3. Ried-Open 2008
Christoph Schild distanziert die Titelträger  

Das südhessische Einhausen, Nachbargemeinde der Klosterstadt Lorsch, erlebte am ersten Maiwochenende die nunmehr dritte Auflage des Ried-Opens.  Es fanden 72 Teilnehmer den Weg in das Hessische Ried, die in 7 Runden unter der Ägide der drei Ausrichtervereine SC 1970 Lorsch, SK 1947 Einhausen und SV Biblis ihre Kräfte auf den 64 Feldern maßen und um den Preistopf von über 2100€ stritten. Als Turnierdomizil bot das Einhausener Bürgerhaus sehr gute Bedingungen, mit gemütlichem Foyer, Analyseraum und einem geräumigen Spielsaal mit angrenzender Küche samt Verkaufstheke.  

Ohne den Vorjahressieger Vitaly Kunin fand sich diesmal kein Großmeister unter den Teilnehmern  und so mussten vier "leichtere" Titelträger die Favoritenbürde auf sich nehmen: FM Christoph Pfrommer (Karlsruher Schachfreunde 1853) war der elostärkste, gefolgt von IM Olaf Heinzel vom frischgebackenen Bundesliga-Aufsteiger FC Bayern München. Die FIDE-Meister Sebastian Gramlich (SC Schwegenheim, zweite Liga) und Horst Degenhardt, Lokalmatador vom Hessenligisten SC 1970 Lorsch, folgten in der Setzliste auf den Plätzen 3 und 4.   

Das Abschneiden gegen die vermeintlich schwächeren Gegner sollte sich motivisch durch die gesamten Runden ziehen: Letztlich war für den Turniersieg entscheidend, wer von den Meisterspielern gegen die "Amateure" die wenigsten Punkte liegen ließ. Der Co-Sieger des ersten Ried-Opens vor zwei Jahren, Claudius Mehne, war einer der Mitfavoriten, der nach zwei Niederlagen gegen schwächere Gegner vorzeitig aus dem Rennen fiel. Ähnlich erging es FM Gramlich, der sich nach drei Remisen in den Runden 3 bis 5 in der sechsten Runde verrechnete und gegen seinen 200 Punkte leichteren Gegner den vollen Punkt abgeben musste.

Die Partien der Meister unter sich waren zumeist ausgekämpft, am Ende ausgeglichen und sahen keinen Sieger. Der Fünfte der Startliste, Christoph Schild von BvK Frankfurt, hatte vor der letzten Runde nur ein Remis gegen IM Heinzel abgegeben, und führte vor diesem mit einem halben Punkt. Ein Weißremis gegen FM Degenhardt sicherte Schild zumindest den geteilten ersten Platz (6/7), Olaf Heinzel versuchte nun, bis ins Endspiel und in die fünfte Stunde hinein, seine Partie gegen den späteren Siebten Bernd Eckstein (SK Lohr) zu gewinnen, ohne Erfolg: Remis und der zweite Platz für den Internationalen Meister (5,5/7). Punktgleich folgte als Dritter der Überraschungsmann Ekkehard Golf, der nach schlechtem Start die letzten fünf Partien gewinnen konnte und am Feld vorbei zog. Die vermeintliche Partie um den dritten Platz zwischen Pfrommer und Jens Bellingrath (SC Lorsch) sah keinen Sieger, und so  trudelte FM Pfrommer nach 3 aus 3 mit vier Remisen aus und wurde Vierter (5/7), Bellingrath Neunter. FM Degenhardt wurde mit gleicher Punktzahl Sechster und bester Ried-Spieler.  

Geehrt wurden außerdem WFM Manuela Schmitz als beste Dame, der 77-jährige Karl-Heinz Wohlfart wurde mit grandioser Leistung bester Senior und der U12-Hessenmeister Daniel Steblin der erfolgreichste Jugendliche.  Die Gewinner der DWZ-Klassen sind:  Ekkehard Golf (2200-2001), Manuela Schmitz (2000-1801),  Daniel Steblin (1800-1601) und Christoph Maerker (1600-0001). 

(Lutz Wind, SC 1970 Lorsch)


Gesamtturnier 2008 (Rangliste)


2. Riedopen 2007
GM Vitaly Kunin Sieger des 2. Ried-Opens in Einhausen

Nach der erfolgreichen Premiere im Jahr zuvor, fand Anfang Mai die zweite Auflage des Ried-Opens im südhessischen Einhausen statt. Die drei ausrichtenden Vereine des SC 1970 Lorsch, SK 1947 Einhausen und SV Biblis konnten diesmal 57 Teilnehmer begrüßen, wobei aufgrund der Resonanz des Vorjahres das Turnier diesmal Elo-ausgewertet wurde, die Rundenzahl von fünf auf sieben und die Bedenkzeit auf die in Open üblichen 2 Stunden für 40 Züge plus 30 Minuten für den Rest der Partie angehoben wurden.  Als Turnierdomizil fanden sich im Einhausener Bürgerhaus exzellente Bedingungen, mit gemütlichem Foyer, Analyseraum und einem geräumigen Spielsaal mit angrenzender Küche samt Verkaufstheke. Aufgelockert wurde die Turnieratmosphäre von einer Bilderausstellung der Künstlerin Daniela Iosif-Höllenriegel, Vereinsmitglied des SC Lorsch.

Zum Kampf um den Preisfonds von über 1500 € fanden vier Titelträger den Weg in das Ried, wobei Großmeister Vitaly Kunin vom Zweitliga-Absteiger Mörlenbach mit seiner Elo-Zahl von über 2500 Punkten als leichter Favorit gehandelt wurde. Dem deutschen Vizemeister des letzten Jahres versuchten die Internationalen Meister Bogdan Grabarczyk (SV Griesheim), Globetrotter Ali Habibi (SK Freiburg-Wiehre 2000 e.V.)  sowie der Sieger des Vorjahres, Vadim Chernov (SG Kaiserslautern/Mehlingen), die Aufgabe schwer zu machen. Aber auch die folgenden ca. zehn Spieler der Setzliste mit einer Elo-Zahl um 2200 versuchten ein Wörtchen um den Preistopf mitzureden.

Die ersten vier Runden gestalteten sich im Sinne der Favoriten ohne nennenswerte Punkteinbußen, lediglich IM Chernov musste sich schon in der zweiten Runde mit einem Remis gegen Igor Zuyev (SC Ladja Roßdorf, Elo 2172) begnügen. Kunin dagegen startete mit 4 aus 4, remisierte  die restlichen Partien gegen seine direkten Mitkonkurrenten und profitierte davon, dass diese untereinander auch nicht über halbe Punkte hinauskamen. IM Grabarczyk musste in der fünften Runde gegen Lokalmatador Markus Meiser (SC Lorsch) ein paar Klippen umschiffen: Der Lorscher opferte seine Dame für einen Läufer und setzte auf seinen Freibauern, das Läuferpaar und Grabarczyks geschwächte Königsstellung, gegen die Routine des Meisters letztlich ohne Erfolg. So kam es am Ende zu einem vierfachen Einlauf an der Spitze, die ersten fünf der Schlussrangliste blieben dabei ohne Partieverlust: Kunin siegte nach Feinwertung vor Grabarczyk und Chernov,  Überraschungsmann Igor Zuyev komplettierte das Quartett, alle mit 5,5 aus 7. Einen halben Punkt dahinter folgten IM Habibi, der beste Einheimische Jochen Wilhelm (SC Lorsch) sowie Christian Schatz (Schachzentrum Fürth). Wilhelm, mit nur einer Niederlage gegen den Turniersieger, konnte dadurch die Gesamtwertung der DWZ-Gruppe 2200-2001 gewinnen, die weiteren Gewinner der DWZ-Klassen sind:  Igor Zuyev (2000-1801), Wolfgang Biesiada (1800-1601), Thanh Kien Tran (< 1600). Den Jugendpreis sicherte sich Samuel Minor, bester Senior wurde Mustafa Pitic.  

Mit einem Ausblick auf das kommende Jahr beschlossen die Verantwortlichen der drei Ausrichtervereine, Albert Junker, Thomas Angert und Klaus Adrian das Turnier. Die guten Spielbedingungen (pro Paarung ein Tisch, Digitaluhren an den ersten 20 Brettern), mittägliche Hausmannskost sowie ein "Shuttle-Service" von den umliegenden Hotels zum Spiellokal sollen auch nächstes Jahr beibehalten werden.

(Lutz Wind, SC 1970 Lorsch)

Gesamtturnier 2007 (Rangliste)


1. Riedopen 2006
IM Vadim Chernov gewinnt 1. Ried-Open

Hoch zufrieden mit dem Verlauf des 1. Ried-Open zeigten sich die Organisatoren der Bergsträßer Vereine aus Lorsch, Einhausen und Biblis nach ihrem ersten gemeinsamen Schachturnier. Man hatte sich zusammen gefunden, um ein attraktives Turnier auszurichten, dessen Bestehen durch den Zusammenschluss der Hilfskräfte über Jahre hinweg gewährleistet sein soll. Recht ungünstig fiel das 1.Ried-Open, aufgrund Zeit- und Terminmangel, auf das Wochenende des Endspiels der Fußball-WM, was doch einige Schachfreunde von der Teilnahme abhielt. Allerdings wurden von den ausrichtenden Vereinen mit nur 5 Runden und verkürzter Bedenkzeit die richtigen Gegenmaßnahmen getroffen, denn bereits beim ersten Turnier fanden sich 53 Teilnehmer ein, die in einem geräumigen Spielsaal in angenehmer Atmosphäre ihrem Lieblingssport nachgehen und danach rechtzeitig das Fußballfinale sehen konnten. 

Für das 2. Ried-Open wurden die Turniermodalitäten dem üblichen Standard angeglichen, der Preisfonds stark erhöht und die Ergebnisse werden zusätzlich zur Elo-Auswertung eingereicht, so dass man mit einer weitaus höheren Teilnehmerzahl als im Vorjahr rechnen kann.

(Lutz Wind, SC 1970 Lorsch)

Gesamtturnier 2006 (Rangliste)